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Du musst nicht mehr müssen

Kennst du jene Momente, wenn nach einem starken Gewitter oder einem heftigen  Regen die Wolkendecke aufbricht und mit dem Licht der Sonne sich endlich wieder das Blau des Himmels  durchzusetzen beginnt?

 

Jenes Gefühl der Freiheit, der Weite und Befreiung, dass du in diesen Augenblicken erleben kannst, wenn du dein Gesicht nach oben streckst und tief bis in die unterste Ecke deiner Lungen mit der Frische auch die Erlösung einatmen kannst.

 

Ähnlich ist die Erfahrung, wenn du es im Alltag schaffst,  in kleinen Dosen die Anstrengung gegen die Achtsamkeit zu tauschen. Sie läutet die Erholung, die Ruhe und die Sanftheit ein, nach der wir uns in so vielen kleinen Momenten so unendlich sehnen.

 

DU MUSST NICHT MEHR MÜSSENDiese Tatsache kann dein Leben verändern.

 

Was macht es mit dir, wenn du diese Aussage als wahr annehmen und nur für einen kleinen Moment in deinem Bewusstsein wirken lässt? Lies' es erneut, schließe die Augen und spüre in dich: DU MUSS NICHT MEHR MÜSSEN.

Was stellt sich ein? Entspannung, Ruhe, Stille, ...

 

In irgendeiner Form sind wir alle an Regeln, Normen, Erwartungen und Konventionen gebunden. In vielerlei Weise und Hinsicht geben sie uns Halt, Orientierung, die Möglichkeit der Einschätzbarkeit und vielleicht sogar Sicherheit.

 

Sobald diese Regeln jedoch beginnen, einen zu großen Teil in unserm Leben einnehmen und uns dadurch in unserer individuellen und authentischen Handlung- und Verhaltensweise einzuschränken, machen sie uns Stress. Sie hindern uns dadurch nicht selten an unserer authentischen und spontan-freudvollen Ausdruckskraft. und noch ehe wir es wirklich mitbekommen spricht unser Kopf nur noch von Pflichterfüllung, Erwartungsdruck und Alltagskampf. 

 

'Das geht nicht! ICH MUSS erst dies, ICH MUSS erst das, es wartet noch jenes und zu erledigen dieses...'

Kennst du selbst diese Momente? Diese Augenblicke, Tage oder vielleicht sogar Lebensphasen, in denen du dich genau so fühlst, nämlich: NUR NOCH ZU MÜSSEN?

 

Hand auf's Herz! Auf einer Skala von 1-10 , auf welchem Stresslevel befindest du dich dann, und wie geht es dir damit?

 

Alles was über 5 liegt, beginnt latent Unruhe und Unzufriedenheit zu verursachen. Erst nur ganz leicht, und dein so gut trainiertes System überhört erste Signale der Erschöpfung gekonnt.

Zwischen 6-8 erlebst du schon bewusster deinen gesteigerten Stress, erfährst dich selbst mitunter als unsicher und gereizt, sowie zunehmend unmotiviert und müde.

Ab dem Level der 9 fühlst du dich aller Wahrscheinlichkeit nach sehr frustriert, erschöpft und in Teilen sogar hilflos. Dein Körper beginnt, dir (als dein Freud!) Symptome zu senden, welche liebevoll aber deutlich signalisieren, dass du etwas verändern solltest.

 

MÜSSEN IST WIE KÄMPFEN.

Wichtig zu wissen: Im Kampf ist dein Körper nur mit dem Überleben beschäftigt. Auch neuroyal hat dein Gehirn kaum Kapazitäten für das Finden einer konstruktiven Lösung oder Alternative frei, weil es sich in einem der Stessmodi (Kampf, Flucht oder Erstarrung) befindet und den Körper beim Überleben unterstützen muss.

 

MIT DREI SCHRITTEN kannst du dir selbst helfen,

dich AUS DER EMPFINDUNG DES MÜSSENS UND DES KAMPFES ZU BEFREIEN:

 

Schritt 1:

Schließe die Augen und stell' dir vor, du befändest dich in einer Arena und sähest dich dort mit EINER deiner (vielleicht auch dir selbst auferlegten) Pflichten, welche mittlerweile ein ungutes Stresslevel erreicht hat.

Stell' dir weiter vor, wie du ihr dort, in dieser Arena, mit allen ihren Erscheinungsformen in die Augen siehst und spüre in dich hinein, was sie dabei in dir auslöst. Wie sieht sie aus? Wie steht sie dir dort, in dieser Alltags-Arena, gegenüber? Wie und in welcher Form fordert sie dich heraus? Provoziert sie dich? Was macht sie genau? 

 

Schritt 2:

Jetzt trete eine Schritt zurück und blicke auf dich selbst.

Wie erlebst du dich dort, ihr gegenüber? Wie reagierst du?  Wie hältst du deinen Körper, wie deine Arme? Bist du wehrlos, oder hast du einen Schutzpanzer oder Boxhandschuhe an? Hältst du vielleicht etwas in den Händen, oder sind deine Hände ganz frei? Schützt du dein Gesicht oder andere Körperteile in irgendeiner Form, oder willst du in den Angriff übergehen? Beobachte nur. Einfach nur hinsehen und beobachten.

 

Schritt 3:

Jetzt erlaube dir - egal was du gesehen, und wie du dich und die Pflicht erlebt hast - deine Arme runterzunehmen. Lass' deine Kampf- oder Schutzhaltung los. LASS SIE EINFACH LOS. Verbeuge dich ganz leicht vor der Pflicht und verlasse die Arena. Dreh' dich einfach rum und geh' raus. Gehe langsam und ruhig nach draußen. Du musst dort nicht bleiben, du brauchst nicht zu kämpfen. DU DARFST WEGGEHEN, um eine bessere Möglichkeit als das Kämpfen zu finden.

 

Beobachte, was passiert. Wie reagiert die Pflicht? Was macht das mit dir?

 

Spüre, wie Ruhe in dir aufsteigt, weil du dir erlaubst, nicht weiter zu kämpfen. Du flüchtest nicht, du nimmst dir nur deine Freiheit zurück. Die Freiheit, selbst und neu zu entscheiden und deine Kraft bei dir zu lassen, statt sie im (sinnlosen) Kampf zu verschwenden.

 

DIE BESTEN LÖSUNGEN STEIGEN IN DER ENTSPANNUNG AUF. 

 

Erlaube dir heute EINEN ARENAFREIEN TAG!  Ich wünsche ihn dir.

 

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